Fazit

Nichts ist umsonst. Selbst der Tod kostet das Leben.

Frei nach diesem Spruch ist uns denke ich allen bewusst, dass wir trotz das Facebook kostenlos ist in einer Art und Weise dafür bezahlen müssen. Facebook erwirtschaftet sein Geld mit unseren Daten. Mir macht es wenig aus, dass ich für die Nutzung von Facebook hier und da ein paar auf mich zugeschnittene Werbeanzeigen bekomme. Natürlich sind mir meine Daten auch wichtig, aber ich denke, wir sind uns dessen alle bewusst und können die Verantwortung für unsere Daten selbst übernehmen. 

Für Unternehmen im B2C Bereich hat Facebook eine facettenreiche Palette an Angeboten geschaffen die man selbst mit geringem Budget ausschöpfen kann. Vielleicht wird auch bald der B2B Sektor noch mehr ausgebaut, denn in meinen Augen ist es für B2B Unternehmen noch nicht rentabel eine Facebook-Seite zu erstellen und zu pflegen. Aber vielleicht lässt sich ja Facebook auch da noch etwas einfallen, schließlich nutzen viele Kontakte Facebook auch immer mehr und mehr beruflich. 

Facebook. Ein Milliardengeschäft Freundschaft

Am 13.02.2012 um 22.45 Uhr wurde die Dokumentation über Facebook von der ARD ausgestrahlt. 

In der Dokumentation versucht ARD die Faszination des erfolgreichen sozialen Netzwerk zu erklären und einen Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens zu blicken.

Zur ARD-Dokumentation geht es hier…

Die offizielle Webseite von Schweiz Tourismus, myswitzerland.com,  schickt die Milchbauern Sebi und Paul ins Rennen um eure Gunst auf Facebook. Ihr Ziel: Sie wollen mehr Besucher in die Ruhe und Natur der Schweiz locken. In eine Welt ohne Internet- und Handyempfang. Wer hätte gedacht, dass dies einmal Argumente für einen Urlaubsort sein könnten.

Hier geht es zur Anwendung:

Fazit: Ich selbst habe die Anwendung getestet, ich musste der Anwendung Zugriff auf meine Daten geben, damit die zwei Milchbauern etwas über mich erfahren konnten. Jedoch finde ich, dass die Anwendung sehr gelungen und amüsant ist. Auf jeden Fall weiter zu empfehlen. 

Wenn wir uns an die vergangenen Jahre zurück erinnern und an soziale Netzwerke in Deutschland denken, so denken wir an den damaligen Marktführer die VZ-Netzwerke und an immer weiter steigende Zahlen bei den Netzwerken Xing und Wer-Kennt-Wen. 
Doch dann kam Facebook!

Blickt man auf den dramatischen Besucherzahlenrückgang von den VZ-Netzwerke innerhalb der letzten beiden Jahre, so bekommt man einmal mehr zu Gesicht wie schnell man im Social Media Bereich fallen kann. Laut dieser Grafik wird bereits im kommenden März kein Besucher mehr die VZ-Seiten aufsuchen und somit wären diese ausgestorben. 

Niedergang der VZ-Netzwerke 

Auch andere soziale Netzwerke verlieren stehts an Nutzerzahlen wie man auf dieser Grafik von 2011 gut sehen kann:

Rückgang besucherzahlen

Sogar Xing, das sich bisher gegen den Trend stemmen konnte weisst Verluste auf. 
Doch warum auch Xing?
Hatte das soziale Netzwerk mit seinem große Redesign nochmals angreifen wollen, doch von Erfolg ist keine Spur. 
Natürlich ist auch hier, wie so oft Facebook schuld, so benutzen immer mehr Nutzer das soziale Netzwerk auch beruflich. Zusätzlich wächst der US-Wettbewerber LinkedIn, aber Hauptwettbewerber für Xing bleibt dennoch Facebook. 

F-Commerce gilt als hoffnungsfroher Markt mit satten Aussichten, bereits etliche Top-Marken betreiben einen Shop auf Facebook, doch die Facebookuser zeigen der Innovation die kalte Schulter. Doch warum?

Eine W3B-Studie von Fittkau & Maas kam zu dem Ergebnis, dass 88% Prozent den klassischen Webshop einem Facebook Webshop vorziehen. Über 3/4 der Facebooknutzer geben an in Facebook lediglich plaudern zu wollen. 

Ich denke wir können gespannt sein, ob sich das Konzept doch noch etabliert oder ob es zu einem weiteren Fail auf “Wall of Fail” von Facebook werden wird.

Volkswangen Niederlande machte ein Facebook-Gewinnspiel, indem die Nutzer aufgerufen wurden, sich zu entscheiden, ob der T1 oder der Käfer das Zeug zum Fanwagen mitbringt. Die Gewinnerin bekam einen VW-Bus, der laut der Facebook Fans das Zeug zum Fanwagen hatte.


Hier die Privatsphäreeinstellungen sozialen VW-Busses:

Privatsphäreeinstellungen

Facebook vs. Google+

Seit fast 8 Jahren gibt es das soziale Netzwerk Facebook jetzt schon und es steuert nicht nur auf die Rekordmarke von 1 Milliarden aktiven Nutzern zu, sondern ist seit März 2010 die erfolgreichste und größte Website der Welt. Die bis dato erfolgreichste und größte Website, Google, konnte sich das natürlich nicht bieten lassen, Mitte 2011 brachte Google das soziale Netzwerk Google+ auf den Markt. Google sieht seine stärken darin Google+ stärker mit den vielen Googleprodukten integrieren zu können und so klare Vorteile gegenüber der Nummer 1 der sozialen Netzwerke zu haben. 

Schon vor der Startphase besaß Google Plus eine große “Fanphase”, Nutzer die schon zu potenziellen Usern des neuen Netzwerks gemacht werden konnten. Auch wenn Google Plus eine starke Startphase an Nutzerzuwachs hatte, liegen die Nutzerzahlen noch Lichtjahre von denen von Facebook entfernt. 

Facebook hat einen weiteren, extrem großen Vorteil, denn bei dem sozialen Netzwerk sind alle Freunde angemeldet. Grundfunktionen sind leicht und verständlich aufgebaut und bietet mit weiteren Features eine Einladung zu zwanglosen Gesprächen. Lernt man eine neue Offlinefreundschaften kennen so kann man zu 99% sicher sein, dass diese bei Facebook angemeldet ist, ganz anders wie bei Google+. 

Bei Google+ herrscht das “Freundschaftsprinzip”, so können ähnlich wie bei Twitter, Leute unabhängig davon ob sie mir befreundet sind meinen Kreisen hinzugefügt werden. Hieraus entsteht der Vorteil, Menschen ungezwungen zu Folgen die einem eigentlich unbekannt sind, doch in der Stärke liegt die Schwäche, denn durch dieses System verliert Google+ ein hohes Maß an Vertrautheit. So kann man sagen das Google+ eher ein Informationsnetzwerk darstellt, während Facebook ein Beziehungsnetzwerk ist. 

Auch ein Nachteil von Google+ ist es, das es nicht organisch gewachsen ist, während Facebook sich im Laufe der Zeit in Design und Funktionen mit seinen Nutzerzahlen verändert hat. Dieser eher emotionale Aspekt hat eine große Auswirkung und die Gestaltung eines Netzwerkes wirkt sich so letztendlich auch auf die Nutzerzahlen aus. So ist das Design von Google+ durchaus gelungen und durchdacht, jedoch wirkt es doch sehr technisch. Auch wenn Google+ als Vorteil das aufgeräumtere Design hat, so punktet Facebook mit langen vertrauten Elementen.
Und dann gibt es da aktuell ja noch die Timeline…
Die Timeline ist aktuell unter den Nutzern nicht gerade beliebt, im Gegensatz zu den bisherigen Änderungen an den Nutzerprofilen ist diese auch weit aus größer und gravierender. Google+ erhofft sich hier heraus natürlich sich einen Vorteil zu ergattern indem man versucht generell mehr auf die Wünsche der Nutzer einzugehen. 

Auch Facebook hat ein Problem, das leidige Thema Datenschutz ist ein großer Balast für das soziale Netzwerk. Niemand sagt, das Google es nicht auf die Daten seiner User abgesehen hat, jedoch hat Facebook durch die letzten beiden Jahren ein extrem negatives Image in Sachen Datenschutz bekommen und das dazu größtenteils auch noch selbstverschuldet ist. Google versucht hier mit Transparenz zu punkten und bietet in seinem Netzwerk mehr Einstellungsmöglichkeiten für Privatsphäre. 

Neuerdings bietet Google die “Search Plus Your World” Funktion für Google+ Besitzer an in der die normale Web-Suche stark verändert wird. Mit der neuen Suche bevorzugt Google die Inhalte von Google+. So kann Google Facebook gefährlich werden, denn Google ist zwar nicht mehr die Website auf der weltweit am meisten zugegriffen wird, jedoch immer noch die beliebteste Suchmaschine. 

Fazit:
Ich selbst habe schon von Beginn an einen Google+ Account, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich nach einem halben Jahr gerade mal 19 Personen in meinen Kreisen habe und ich in 12 Kreisen von anderen Nutzern bin. Gepostet habe ich auf Google+ noch gar nichts, denn die 19 Menschen aus Google+ habe ich auch in Facebook, da habe ich eine weitere Reichweite wenn ich es auf Facebook poste. Von meinen 19 “Freunden” auf Google+ ist nur Einer regelmäßig aktiv und postet Inhalte, ich weis nicht wie die Nutzung von anderen Menschen ist, aber in meinem Freundeskreis wird das Angebot wie man sieht nur bedingt genutzt. 

Darüber hinaus fand ich es sehr amüsant, dass die Google+ Nutzer ihre Einladung zum neuen Netzwerk größtenteils über Facebook bekommen haben. Auch ich habe so Zugang zum neuen Netzwerk bekommen. Somit konnte das Netzwerk nur durch Facebook und dessen schnelle Informationsverbreitung an so viele Nutzer kommen.  

Ich muss auch sagen, dass ich gegenüber Google+ nicht sehr positiv gestimmt bin, da mich das Netzwerk gleich zu Beginn verärgert hat. So hat das Netzwerk meine Emailadresse von der Hochschule herausgefunden und als primäre Emailadresse angelegt obwohl ich mich mit einer anderen Emailadresse bei Google+ registriert hab. Auch das ändern dieser Adresse hat sich als nicht ganz einfach erwiesen und schon allein deswegen bin ich der Nutzung von Google+ eher abgeneigt. Natürlich ist dies kein Weltuntergang aber ich habe für meine sozialen Netzwerke nunmal eine extra Emailadresse um unnötigen Spam auf meinen regulären Postfächern zu verhindern. Außerdem finde ich es beunruhigend welche Macht Google besitzt um solche Dinge einfach zu ändern. 

Davon abgesehen, dass sich jedem Facebooknutzer die Frage stellt warum er den Aufwand betreiben sollte in einem anderen Netzwerk mühselig seine Offlinebekanntschaften zu suchen und in Zirkeln zu integrieren, wo er doch schon ein komplettes funktionierendes Netzwerk in Facebook besitzt, stellt für mich das Design eher ein Nachtteil dar. Die meisten Facebooknutzer haben schon einige Veränderungen an dem sozialen Netzwerk miterlebt und vermutlich auch nicht immer gut geheissen, allerdings beschwert sich heute niemand mehr über den veränderten Chat und es wird bei jeder Neuerung Proteste geben, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und lässt sich nicht gern in seiner Umwelt rumpfuschen. Jedoch wird es meiner Meinung nach nie soweit kommen, das Facebooknutzer wegen Veränderungen wie die Timeline zu Google+ wechseln würden, da dies noch eine größere Umstellung für den Nutzer bedeuten würde. 

Das ständige Gefühl, immer wieder bei Facebook vorbeischauen zu wollen, könnte tatsächlich klinische Gründe haben.

Mehr über Facebook und seinem Suchtpotential erfahren Sie in dem Beitrag “Facebook macht süchtiger als Alkohol und Nikotin”.

Timeline von Facebook

Die Timeline

Die Timeline, im Deutschen, die Chronik genannt, ist das neuartige Profil von Facebook. 
Sie soll eine Art Tagebuch darstellen in dem das komplette Leben des Users nachvollzogen werden kann. Besonders daran ist auch das Titelbild, das bei dem Seitenaufruf  dem Viewer als erstes auffällt. Hier gilt es die rechtlichen Vorschriften zu beachten.

Mehr über die Timeline und ihre neuen Funktionen können Sie in dem Artikel von Allfacebook.de nachlesen. 

In einer Eyetracking Studie wurde festgestellt, dass trotz des zuerst wahrgenommenen Titelbildes das Profilbild immer noch wichtiger ist. Ebenfalls bekommen die persönlichen Informationen eine höhere Aufmerksamkeit. Und schließlich, was sicher nicht ganz ungewollt von Facebook ist, sind die Facebook Ads besser sichtbar wie auf dem “alten” Profil. 

Mit dem TimelineMovieMaker kann man sich von seiner persönlichen Timeline einen Film machen lassen, wie er zur Vorstellung von der Timeline genutzt wurde. 

Fazit: 
Ich finde das neue Design der Timeline gut, zu Beginn erscheint einem die Struktur weniger übersichtlich als bei dem vorherigen Profil, jedoch wird das wichtige in den Vordergrund gestellt als erstes nimmt man das Titelbild, die persönlichen Informationen und das Profilbild war. Scrollt man weiter nach unten nehmen die Pinnwandeinträge den kompletten Platz ein und ein Pulldownmenü von der Chronik erscheint.